Langzeitkorrosionsuntersuchungen an Drahtgittermatten

Typische Wetterlage auf Helgoland

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Typische Wetterlage auf Helgoland

In Zusammenarbeit mit der Materialprüfanstalt (MPA) Stuttgart lagern wir für das Projekt der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) „Korrosionsversuche in maritimer Atmosphäre“ punktgeschweißte Drahtgitterproben auf Helgoland aus. Helgoland als Nordseeinsel mit seiner exponierten Lage bietet für Korrosionsprüfungen in maritimer Atmosphäre optimale Bedingungen. Hier sind metallische Werkstoffe aufgrund der hohen Salzgehalte in der Umgebungsluft starken Korrosionsbelastungen ausgesetzt.
Die Proben sind einer Umgebung ausgesetzt, die mit der Korrosivitätskategorie C4 bis C5 beschrieben werden kann. (Küstenbereiche mit erheblicher Beeinflussung durch Chloride) Um dauerhaft nachzuweisen, dass unsere Zink-Aluminium (Zn 95% Al 5%) überzogenen Drahtgittermatten dieser extremen atmosphärischen Belastung dauerhaft standhalten, wurden im Jahr 2009 Gitterproben ausgelagert.
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Gesamtaufnahme des Auslagerungsstandortes direkt bei der Hafenmole

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Frau Dr.- Ing. M. Büteführ

Die Gitterproben werden in jährlichem Turnus in einer Untersuchungskampagne begutachtet und auf Wunsch für Laboruntersuchungen in Stuttgart entnommen. Zusammen mit Kurzzeittests im Labor, wie z.B. dem Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227, können Korrosionsschutzsysteme sicher beurteilt werden.

Im Bild sehen Sie Frau Dr.- Ing. M. Büteführ, Stellv. Referatsleiterin Korrosion, Korrosionsschutz an der MPA Stuttgart. Sie ist unsere Ansprechpartnerin für die Begutachtung und Bewertung der ausgelagerten Proben.
Die Proben sind nach 8 Jahren Auslagerung augenscheinlich in sehr gutem Zustand. Es ist kein Rotrost zu erkennen. Bei den atmosphärischen Belastungen mit dauerhaftem Einfluss der salzhaltigen Luft, stellt der Zink-Aluminium Überzug auch hier ganz klar eine wirtschaftliche Alternative zum Edelstahl dar.

Bei normalen Umweltbedingungen hat sich der Zink-Aluminium Korrosionsschutz schon seit Jahrzehnten bewährt und durchgesetzt. Sehen Sie sich die Rothfuss Best Gabion Gabionen in Ihrer näheren Umgebung an, Sie werden dies bestätigt finden.
Für uns ist es selbstverständlich, dass auch neue Produkte dieser aufwändigen Prozedur unterzogen werden. Vier verletzungsarme monotecR®­ Gitterproben mit Zn 95% / Al 5% Überzug wurden 2017 neu ausgelagert.
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Ausgelagerte monotecR®­ Gitterproben

Neben den Untersuchungen auf Helgoland führen wir ein weiteres Langzeituntersuchungsprogramm in Zusammenarbeit mit der MPA Stuttgart durch. Bauprojekte, die zwischen 1989 und 1996 erstellt wurden, sind in einem Untersuchungsprogramm definiert und wurden schon mehrfach beprobt.

Die auf den nebenstehenden Bildern dargestellte Gabionenwand wurde im Jahre 1989 mit monotec-Gabionen erstellt und erfüllt nach wie vor ihre Stützfunktion. Auch bei diesen Gittermatten sind nach mittlerweile 28 Jahren keine Beeinträchtigungen beim Korrosionsschutz zu erkennen.
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Details Klinikum Wiesbaden Aufnahmen Mai 2017

Im Untersuchungsprogramm werden auch Bauprojekte untersucht, bei denen die Drahtgitter im Wasserwechselbereich oder auch direkt an stark befahrenen Bundesstraßen und Autobahnen eingebaut wurden. Wir setzen die Untersuchungen an ausgewählten Projekten auch in diesem Jahr fort.

Damit tragen wir unseren Teil dazu bei, dass unsere Gabionenbauwerke wissenschaftlich betreut und bewertet werden. Sie als Kunde können damit sicher sein, dass Sie auch weiterhin dauerhafte und erstklassige Bauwerke mit den Gabionen von Rothfuss Best Gabion erstellen können.
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Gewässer in Breckenheim Aufnahmen Mai 2017